Website modernisieren: Wann sich ein Relaunch wirklich lohnt
Eine Website muss nicht zwingend schlecht aussehen, um veraltet zu sein. Häufig sind es ganz andere Dinge, die Unternehmen im Alltag Anfragen und Sichtbarkeit kosten: Die Seite funktioniert auf dem Smartphone nur eingeschränkt, wichtige Leistungen sind schwer zu finden, Bilder stammen noch aus einer völlig anderen Unternehmensphase oder Interessenten müssen erst lange nach einer Telefonnummer oder Kontaktmöglichkeit suchen.
Genau solche Websites begegnen uns auch bei unserer Arbeit immer wieder. Dabei muss eine Modernisierung nicht automatisch bedeuten, die komplette Website zu löschen und bei null anzufangen. Oft können vorhandene Inhalte, Rankings oder eine grundsätzlich sinnvolle Seitenstruktur erhalten und gezielt verbessert werden.
Wer seine Website modernisieren möchte, sollte deshalb zuerst herausfinden, was tatsächlich erneuert werden muss. Design ist dabei nur ein Teil. Mindestens genauso wichtig sind Benutzerfreundlichkeit, mobile Darstellung, Ladezeiten, Inhalte, Suchmaschinenoptimierung und vor allem die Frage, ob aus einem Besucher möglichst einfach ein Interessent werden kann.
Warum eine Website-Modernisierung mehr als neues Design bedeutet
Das haben wir beispielsweise bei der Überarbeitung einer Website für einen CNC-Zerspanungsbetrieb aus der Region gesehen. Die bisherige Seite enthielt teilweise sehr alte Bilder und bot Besuchern weder eine gut sichtbare Telefonnummer noch ein zeitgemäßes Anfrageformular. Die neue Website sollte deshalb nicht einfach nur moderner aussehen. Sie musste die Leistungen des Unternehmens besser erklären und potenziellen Kunden einen deutlich einfacheren Weg zur Kontaktaufnahme bieten.
In diesem Ratgeber zeigen wir, wann sich die Modernisierung einer Website lohnt, welche Bereiche besonders wichtig sind und wann Unternehmen ihre Website besser modernisieren lassen sollten, statt lediglich einzelne optische Änderungen vorzunehmen.
| Bereich | Typisches Problem einer alten Website | Was wir bei einer Modernisierung prüfen |
|---|---|---|
| Design | Website wirkt sichtbar veraltet | modernes, zum Unternehmen passendes Erscheinungsbild |
| Mobilgeräte | Inhalte sind auf Smartphones schlecht nutzbar | responsives Design und Bedienbarkeit |
| Kontakt | Telefonnummer oder Formular schwer auffindbar | klare Kontaktmöglichkeiten und Handlungsaufforderungen |
| Inhalte | Leistungen sind unvollständig oder veraltet | aktuelle und verständliche Leistungsbeschreibungen |
| Bilder | sehr alte oder qualitativ schlechte Aufnahmen | aktuelle und möglichst authentische Unternehmensbilder |
| SEO | Unternehmen wird kaum über Google gefunden | Seitenstruktur, Inhalte und Suchintentionen |
| Technik | langsame oder fehlerhafte Website | Performance, CMS, Plugins und technische Grundlagen |
| Vertrauen | Website vermittelt wenig über das Unternehmen | Referenzen, Projekte, Ansprechpartner und Unternehmensinformationen |
Was bedeutet es, eine Website zu modernisieren?
Unter einer Website-Modernisierung verstehen wir nicht einfach einen Austausch von Farben, Schriftarten und Bildern. Eine gute Modernisierung beginnt wesentlich früher.

Zunächst klären wir, welche Aufgabe die Website für das Unternehmen erfüllen soll. Ein lokaler Handwerksbetrieb benötigt beispielsweise eine andere Struktur als ein Onlineshop oder ein Unternehmen aus dem B2B-Bereich.
Bei einer Unternehmenswebsite stehen häufig drei Ziele im Mittelpunkt: bei Google gefunden werden, Vertrauen schaffen und Kontaktanfragen ermöglichen.
Das klingt selbstverständlich. In der Praxis scheitern ältere Websites aber erstaunlich häufig bereits an diesen Grundlagen.
Ein Interessent kommt beispielsweise über Google auf eine Leistungsseite, versteht nicht sofort, welche Leistungen angeboten werden und findet anschließend keine direkte Möglichkeit zur Anfrage. In diesem Fall hilft auch ein optisch beeindruckendes Design wenig.
Deshalb betrachten wir bei einer Modernisierung mehrere Bereiche gemeinsam.
Design und Erscheinungsbild
Natürlich spielt die Optik eine Rolle. Eine Website ist häufig einer der ersten Berührungspunkte zwischen einem potenziellen Kunden und einem Unternehmen.
Dabei bedeutet modern aber nicht automatisch möglichst viele Animationen, große Videos und ausgefallene Effekte. Gerade bei Unternehmenswebsites bevorzugen wir ein klares Design, bei dem Leistungen, Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen.
Eine Website sollte zum Unternehmen passen.
Für einen CNC-Zerspanungsbetrieb kann beispielsweise eine klare technische Gestaltung mit echten Bildern aus der Fertigung wesentlich glaubwürdiger sein als eine Website voller austauschbarer Stockfotos.
Mobile Darstellung
Eine Website, die am Desktop noch akzeptabel aussieht, kann auf einem Smartphone trotzdem kaum benutzbar sein.
Deshalb gehört die mobile Darstellung für uns zu den ersten Punkten, die wir bei einer bestehenden Website prüfen. Texte müssen ohne Zoomen lesbar sein, Buttons sollten problemlos mit dem Finger bedient werden können und wichtige Inhalte dürfen nicht außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen.
Dabei reicht es nicht, dass sich das Layout irgendwie an einen kleineren Bildschirm anpasst. Auch die Informationsstruktur muss mobil funktionieren.
Ein Smartphone-Nutzer möchte beispielsweise nicht erst mehrere Unterseiten durchsuchen, um eine Telefonnummer zu finden.
Inhalte und Seitenstruktur
Bei älteren Websites ist häufig über Jahre hinweg Inhalt hinzugekommen. Neue Leistungen wurden ergänzt, alte Seiten blieben bestehen und irgendwann ist keine klare Struktur mehr erkennbar.
Eine Modernisierung bietet deshalb die Gelegenheit, die gesamte Seitenstruktur zu überprüfen.
Welche Leistungen bietet das Unternehmen heute tatsächlich?
Welche Seiten benötigen Besucher?
Außerdem lohnt sich die Frage, welche Informationen Kunden immer wieder telefonisch nachfragen.
Und welche Inhalte existieren nur deshalb noch, weil sie irgendwann einmal erstellt wurden?
Gerade dieser Punkt ist für SEO wichtig. Eine Website sollte nicht möglichst viele Unterseiten besitzen, sondern für relevante Themen jeweils eine sinnvolle und hilfreiche Seite bereitstellen.
10 Anzeichen, dass du deine Website modernisieren solltest
Nicht jede ältere Website benötigt sofort einen vollständigen Relaunch. Wenn allerdings mehrere der folgenden Punkte zutreffen, würden wir uns die Seite genauer ansehen.
1. Die Website sieht sichtbar veraltet aus
Designtrends allein sind kein Grund, alle zwei Jahre eine neue Website zu bauen. Problematisch wird es aber, wenn eine Website den Eindruck vermittelt, dass auch das Unternehmen nicht mehr aktiv gepflegt wird.
Typische Anzeichen sind sehr kleine Schriften, starre Seitenbreiten, alte grafische Elemente, unruhige Hintergründe oder eine Navigation, die heutigen Nutzungsgewohnheiten nicht mehr entspricht.
Noch wichtiger ist die Aktualität der Inhalte.
Auf einer Unternehmenswebsite sollten Besucher nicht auf Leistungen, Mitarbeiter, Öffnungszeiten oder Bilder stoßen, die seit vielen Jahren nicht mehr aktuell sind.
2. Die Website funktioniert auf dem Smartphone schlecht
Das ist für uns eines der deutlichsten Warnsignale.
Wenn Besucher horizontal scrollen müssen, Texte zu klein dargestellt werden oder Buttons kaum bedienbar sind, sollte die mobile Darstellung überarbeitet werden.
Dabei sollte man die eigene Website tatsächlich auf mehreren Smartphones öffnen und benutzen. Eine reine Desktop-Vorschau im Website-Builder zeigt nicht immer, wie sich eine Seite im Alltag anfühlt.
3. Besucher finden die Kontaktdaten nicht sofort
Bei vielen Unternehmenswebsites ist eine Kontaktaufnahme eines der wichtigsten Ziele. Entsprechend auffällig sollten Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Anfrageformular platziert sein.
Bei einem unserer Webdesign-Projekte war genau das ein wesentliches Problem der alten Website: Eine Telefonnummer war nicht sinnvoll integriert und ein richtiges Anfrageformular fehlte ebenfalls.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, betrifft aber unmittelbar den geschäftlichen Nutzen der Website.
Wenn ein potenzieller Kunde bereits Interesse hat, sollte man ihm die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich machen.
4. Die verwendeten Bilder sind viele Jahre alt
Authentische Bilder können für eine Unternehmenswebsite enorm wertvoll sein. Allerdings sollten sie auch noch zum heutigen Unternehmen passen.
Maschinen wurden ausgetauscht, Räume verändert, Fahrzeuge erneuert und Mitarbeiter sind möglicherweise längst nicht mehr im Unternehmen.
Bei unserem Projekt für einen CNC-Zerspaner waren teilweise noch Aufnahmen aus den frühen 2000er-Jahren vorhanden. Für die neue Website war deshalb klar, dass aktuelle Bilder einen wesentlichen Teil der Modernisierung ausmachen würden.
Gerade bei Handwerk, Industrie und lokalen Unternehmen können echte Fotos außerdem etwas vermitteln, das mit generischen Stockbildern nur schwer erreichbar ist: einen tatsächlichen Eindruck vom Betrieb.
Eine Website modernisieren heißt nicht automatisch alles neu zu machen
Dieser Punkt ist besonders wichtig.
Wenn eine bestehende Website bereits über Google gefunden wird, Backlinks besitzt oder einzelne Unterseiten gute Rankings haben, sollte man einen Relaunch nicht leichtfertig durchführen.

Eine komplett neue Website kann optisch hervorragend aussehen und trotzdem nach der Veröffentlichung schlechter dastehen als vorher.
Deshalb prüfen wir vor einer größeren Überarbeitung zunächst, was von der bestehenden Website erhaltenswert ist.
Dazu gehören beispielsweise gut funktionierende URLs, Inhalte mit bestehenden Rankings, wichtige interne Verlinkungen und Seiten, die bereits regelmäßig Besucher erhalten.
Eine Website zu modernisieren bedeutet deshalb idealerweise nicht:
Alt löschen → neue Website veröffentlichen → hoffen, dass Google damit klarkommt.
Viel sinnvoller ist:
Bestehende Website analysieren → funktionierende Bestandteile identifizieren → Schwächen verbessern → neue Struktur planen → SEO beim Relaunch berücksichtigen.
Gerade bei einer Website, die bereits seit vielen Jahren online ist, kann dieser Unterschied entscheidend sein.
Website modernisieren oder komplett neu erstellen?
Ob eine bestehende Website überarbeitet werden kann oder ein kompletter Neuaufbau sinnvoller ist, hängt stark vom technischen und inhaltlichen Zustand ab.
| Situation | Modernisierung | Neuerstellung |
|---|---|---|
| Design ist lediglich veraltet | ✓ | |
| Inhalte sind grundsätzlich aktuell | ✓ | |
| Website besitzt bereits gute Rankings | ✓ | nur mit sorgfältiger Migration |
| Mobile Darstellung hat kleinere Probleme | ✓ | |
| Seitenstruktur ist komplett ungeeignet | ✓ | |
| CMS oder Technik sind stark veraltet | teilweise | ✓ |
| Inhalte und Aufbau passen nicht mehr zum Unternehmen | teilweise | ✓ |
| Website lässt sich kaum noch pflegen | ✓ | |
| Unternehmen wurde vollständig neu positioniert | teilweise | ✓ |
Die Entscheidung sollte also nicht allein anhand des Alters der Website getroffen werden.
Eine fünf oder sechs Jahre alte Website kann technisch und inhaltlich noch eine hervorragende Grundlage besitzen. Gleichzeitig kann eine wesentlich jüngere Seite bereits grundlegende Probleme bei Struktur, Benutzerführung oder SEO haben.
So gehen wir bei der Modernisierung einer Website vor
Eine Website einfach in einem neuen Design nachzubauen, halten wir selten für sinnvoll. Wenn wir ohnehin Zeit und Geld in die Überarbeitung investieren, nutzen wir die Gelegenheit, um bestehende Schwächen gezielt zu beseitigen. Bei unseren eigenen Webprojekten beginnen wir deshalb nicht mit Farben oder Schriftarten, sondern mit der Frage, was die bestehende Website bereits gut macht und was sich konkret verbessern lässt.
Gerade bei älteren Unternehmenswebsites finden wir häufig eine Mischung aus brauchbaren Inhalten und Bereichen, die seit Jahren unverändert geblieben sind. Deshalb analysieren wir zunächst die vorhandene Grundlage, bevor wir mit der eigentlichen Umsetzung beginnen.
1. Bestehende Website analysieren
Zunächst schauen wir uns die vorhandene Website aus Sicht eines potenziellen Kunden an. Sind die Leistungen verständlich? Findet man wichtige Informationen schnell? Ist sofort ersichtlich, wie das Unternehmen kontaktiert werden kann?
Anschließend kommt die SEO-Perspektive hinzu. Bestehende Rankings und wichtige Unterseiten sollten vor größeren Änderungen bekannt sein. Gerade eine seit vielen Jahren bestehende Domain kann bereits Sichtbarkeit aufgebaut haben, die bei einem unüberlegten Relaunch verloren gehen könnte.
Wer tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, findet in unserem Ratgeber Was kostet SEO? die wichtigsten Grundlagen zur Suchmaschinenoptimierung.
2. Ziele der neuen Website festlegen
Danach sollte klar definiert werden, was sich durch die Modernisierung eigentlich verbessern soll.
Bei einer Unternehmenswebsite kann das beispielsweise bedeuten:
- mehr qualifizierte Anfragen erhalten
- bestimmte Leistungen stärker präsentieren
- lokal besser gefunden werden
- die Kontaktaufnahme vereinfachen
- das Unternehmen zeitgemäßer präsentieren
- neue Mitarbeiter ansprechen
Diese Ziele beeinflussen anschließend den gesamten Aufbau.
Wenn beispielsweise mehr Anfragen das Hauptziel sind, reicht es nicht, lediglich das Design auszutauschen. Telefonnummer, Kontaktformular und Handlungsaufforderungen müssen dann entsprechend in die neue Struktur integriert werden.
3. Seitenstruktur überarbeiten
Als Nächstes planen wir, welche Seiten tatsächlich benötigt werden. Dabei versuchen wir nicht, möglichst viele Unterseiten zu erstellen. Jede Seite sollte einen nachvollziehbaren Zweck erfüllen.
Gerade bei Dienstleistern und Handwerksbetrieben lohnt es sich häufig, wichtige Leistungen voneinander zu trennen. Dadurch finden Besucher schneller die gesuchten Informationen und gleichzeitig können einzelne Seiten gezielter für relevante Suchbegriffe optimiert werden.
Auch die Navigation sollte übersichtlich bleiben. Ein Interessent sollte nicht überlegen müssen, unter welchem von fünf Menüpunkten sich die gewünschte Leistung versteckt.
4. Inhalte und Bilder aktualisieren
Bei einer Website-Modernisierung sollten Texte nicht automatisch übernommen werden, nur weil sie bereits vorhanden sind. Wir prüfen stattdessen, ob die Aussagen noch stimmen und ob sie die Fragen beantworten, die ein potenzieller Kunde tatsächlich hat.
Ähnlich gehen wir mit Bildern um. Wenn aktuelle eigene Fotos vorhanden sind, bevorzugen wir diese bei Unternehmenswebsites häufig gegenüber austauschbaren Stockfotos. Maschinen, Werkstatt, Mitarbeiter oder abgeschlossene Projekte vermitteln einen wesentlich konkreteren Eindruck vom tatsächlichen Unternehmen.
Gerade bei unserem Projekt für Schorn Mechanik war das relevant, da die alte Website teilweise noch Bilder aus den frühen 2000er-Jahren enthielt.
Praxisbeispiel: Website eines CNC-Zerspaners modernisiert
Ein gutes Beispiel aus unserer eigenen Arbeit ist die neue Website für Schorn Mechanik in Radolfzell. Der Betrieb ist im Bereich CNC-Fräsen und CNC-Drehen tätig und hatte bereits eine Website. Das Problem war also nicht, dass überhaupt keine Onlinepräsenz vorhanden war.
Vielmehr entsprach die bestehende Seite nicht mehr dem heutigen Unternehmen.
Neben den alten Bildern fehlten wichtige Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Eine gut sichtbare Telefonnummer und ein zeitgemäßes Anfrageformular waren nicht vorhanden. Gleichzeitig sollte die neue Website die Leistungen des Betriebs wesentlich übersichtlicher darstellen.
Unser Ziel war deshalb nicht einfach ein moderneres Erscheinungsbild. Die Website sollte Besuchern schneller vermitteln, was Schorn Mechanik anbietet, einen aktuellen Eindruck vom Unternehmen geben und Interessenten die Kontaktaufnahme erleichtern.
Wie wir dabei konkret vorgegangen sind, zeigen wir ausführlich in unserem Projektbericht Neue Website für einen CNC-Zerspaner.
Hier solltest du beim Einfügen die tatsächliche URL deines Schorn-Mechanik-Artikels hinterlegen.
Auch geringe Suchvolumen können für Unternehmen relevant sein
Beim Thema CNC-Zerspanung zeigt sich außerdem gut, warum man SEO nicht ausschließlich anhand großer Suchvolumen bewerten sollte.
Bei sehr spezialisierten B2B-Leistungen suchen möglicherweise deutlich weniger Menschen als beispielsweise nach einem Onlineshop-Produkt. Dafür kann eine einzige passende Anfrage geschäftlich erheblich wertvoller sein.
Für einen Zerspanungsbetrieb geht es deshalb nicht darum, hunderttausende Websitebesucher zu erreichen. Die Website sollte von den richtigen potenziellen Kunden gefunden werden.
Diese Erfahrung lässt sich auch auf andere lokale und spezialisierte Unternehmen übertragen. Weniger Traffic ist nicht automatisch schlechter Traffic.
SEO beim Modernisieren der Website nicht vergessen
Eine der größten Gefahren bei einem Relaunch besteht darin, ausschließlich auf das neue Design zu achten. Gerade wenn die bestehende Website bereits Rankings besitzt, sollte SEO von Anfang an Teil der Planung sein.

Besonders vorsichtig wären wir bei bestehenden URLs.
Angenommen, eine Leistungsseite befindet sich seit Jahren unter:
/cnc-fraesen/
und erzielt bereits Rankings. Löschen wir die Seite bei der Modernisierung ohne passende Weiterleitung und veröffentlichen den Inhalt anschließend unter einer neuen Adresse, kann die Website dadurch unnötig Sichtbarkeit verlieren.
Deshalb sollten bestehende URLs entweder erhalten oder bei notwendigen Änderungen korrekt weitergeleitet werden.
Vor dem Relaunch bestehende Rankings dokumentieren
Bevor größere Änderungen vorgenommen werden, würden wir mindestens prüfen:
- welche Seiten über Google Besucher erhalten
- für welche Suchbegriffe Rankings bestehen
- welche URLs besonders wichtig sind
- welche Seiten externe Links besitzen
- welche Inhalte übernommen werden sollten
- welche Seiten zusammengelegt oder entfernt werden können
Erst danach sollte die neue Struktur endgültig festgelegt werden.
Wer seine Website modernisieren lassen möchte, sollte deshalb auch nachfragen, wie mit bestehenden Rankings und URLs umgegangen wird. Ein schönes neues Layout allein ist noch keine gute Relaunch-Strategie.
Interne Verlinkungen beim Relaunch überprüfen
Website selbst modernisieren oder modernisieren lassen?
Ob du deine Website selbst überarbeiten kannst oder die Website modernisieren lassen solltest, hängt vor allem vom Umfang der notwendigen Änderungen ab.
Kleinere Anpassungen lassen sich häufig problemlos selbst erledigen. Dazu gehören beispielsweise neue Bilder, geänderte Öffnungszeiten, aktualisierte Mitarbeiterinformationen oder kleinere Textänderungen.
Anders sieht es aus, wenn Design, Seitenstruktur, Technik und SEO gleichzeitig überarbeitet werden sollen.
| Selbst modernisieren | Modernisieren lassen |
|---|---|
| kleinere Textänderungen | komplette neue Seitenstruktur |
| einzelne Bilder austauschen | neues responsives Design |
| Kontaktdaten aktualisieren | bestehende Rankings berücksichtigen |
| kleine Designkorrekturen | technische Probleme beseitigen |
| neue Referenzen ergänzen | umfangreicher Relaunch |
Besonders bei einer Unternehmenswebsite sollte außerdem berücksichtigt werden, wie viel die eigene Zeit wert ist. Wer sich mehrere Wochen in WordPress, responsive Layouts, SEO und technische Optimierung einarbeiten muss, spart durch die Eigenleistung nicht zwangsläufig Geld.
Gleichzeitig muss auch nicht jede kleine Änderung an eine Agentur ausgelagert werden.
Entscheidend ist letztlich der Zustand der bestehenden Website. Je mehr Bereiche gleichzeitig betroffen sind, desto eher lohnt es sich unserer Erfahrung nach, die Modernisierung als vollständiges Projekt zu betrachten.
