Digitales Flipchart: 5 Modelle im Vergleich und ausführliche Kaufberatung
Ein digitales Flipchart verbindet die freie Arbeitsweise eines klassischen Flipcharts mit einem großen Touchdisplay. Notizen lassen sich direkt auf dem Bildschirm erstellen, Präsentationen anzeigen, Skizzen verändern und Arbeitsergebnisse digital speichern. Je nach Ausstattung kommen drahtlose Bildschirmübertragung, Videokonferenzen, Android-Apps und die Zusammenarbeit mehrerer Personen hinzu.
Damit eignet sich ein digitales Flipchart längst nicht nur für große Konferenzräume. Auch Agenturen, kleinere Unternehmen, Schulungsräume und Bildungseinrichtungen können damit klassische Whiteboards, Präsentationsdisplays und teilweise sogar separate Konferenztechnik ersetzen. Entscheidend ist allerdings, dass Displaygröße, Touchtechnik, Software und Anschlüsse zum tatsächlichen Einsatzzweck passen.
Die Bezeichnungen auf dem Markt machen die Auswahl nicht einfacher. Digitales Flipchart, Smartboard, Interactive Display und interaktives Whiteboard beschreiben teilweise sehr ähnliche Geräte. Gleichzeitig unterscheiden sich die Produkte technisch erheblich. Ein 4K-Touchscreen allein macht noch kein gutes digitales Flipchart.
Wir stellen deshalb fünf interessante Modelle mit 55 und 65 Zoll gegenüber und erklären anschließend ausführlich, worauf es bei der Auswahl ankommt. Die Einordnung basiert auf nachvollziehbaren technischen Eigenschaften und dem daraus ableitbaren Einsatzzweck. Einen eigenen Praxistest dieser fünf Geräte haben wir nicht durchgeführt.
Keine Zeit für die ausführliche Kaufberatung? In der folgenden Tabelle findest du die fünf vorgestellten digitalen Flipcharts direkt im Vergleich. So kannst du Displaygröße, Ausstattung und Einsatzzweck schnell gegenüberstellen.
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Was ist ein digitales Flipchart?
Ein digitales Flipchart ist ein großformatiges Display mit berührungsempfindlicher Oberfläche. Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Fernseher oder Präsentationsmonitor dient die Bildschirmfläche gleichzeitig als Eingabegerät. Nutzer können mit dem Finger oder einem geeigneten Stift direkt auf dem Bildschirm schreiben, zeichnen und Bedienelemente auswählen.

Das Grundprinzip orientiert sich bewusst am klassischen Flipchart. Während einer Besprechung können beispielsweise Ideen gesammelt und unmittelbar für alle Teilnehmer sichtbar gemacht werden. Statt auf Papier entstehen die Inhalte jedoch digital.
Das verändert vor allem die Weiterverarbeitung. Eine fertige Seite kann gespeichert werden, anstatt sie nach dem Meeting abzufotografieren. Je nach Software lassen sich Inhalte später erneut öffnen und bearbeiten.
Gleichzeitig dient das Display als Präsentationsfläche. Ein Notebook kann beispielsweise per HDMI oder USB-C angeschlossen werden. Viele aktuelle Geräte unterstützen zusätzlich eine drahtlose Übertragung von Smartphones, Tablets und Computern.
Damit verschmelzen mehrere bisher getrennte Geräte zu einer gemeinsamen Arbeitsfläche. Ein digitales Flipchart kann je nach Ausstattung Whiteboard, Präsentationsbildschirm und Teile einer Videokonferenzlösung übernehmen.
Digitales Flipchart, Smartboard und interaktives Whiteboard: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe werden im Handel nicht einheitlich verwendet. Ein vermeintliches digitales Flipchart kann technisch nahezu identisch mit einem Produkt sein, das ein anderer Hersteller als Interactive Display oder interaktives Whiteboard verkauft.
Mit digitalem Flipchart sind häufig Geräte gemeint, bei denen das schnelle Schreiben, Zeichnen und Präsentieren im Mittelpunkt steht. Die Bedienung soll möglichst unkompliziert funktionieren und an die Arbeitsweise mit einem herkömmlichen Flipchart erinnern.
Ein interaktives Whiteboard beschreibt dagegen allgemeiner eine digitale Arbeitsfläche mit Touchfunktion. Moderne Modelle bestehen meist selbst aus einem großen Display. Ältere Lösungen arbeiteten teilweise mit Projektoren und separaten berührungsempfindlichen Flächen.
Der Begriff Smartboard wird inzwischen ebenfalls sehr breit verwendet. Häufig handelt es sich um ein interaktives Display mit eigenem Betriebssystem, Apps, Netzwerkfunktionen und teilweise integrierter Kamera.
Für die Kaufentscheidung ist die Bezeichnung deshalb zweitrangig. Wichtiger sind die konkreten Funktionen des jeweiligen Geräts.
Wie funktioniert ein digitales Flipchart?
Die Grundlage bildet ein großes Display, das bei aktuellen Geräten normalerweise mit 4K-Auflösung arbeitet. Darüber liegt beziehungsweise darum herum befindet sich die Technik zur Erkennung von Berührungen.
Viele interaktive Displays nutzen dafür Infrarottechnik. Sensoren erkennen, an welcher Stelle die Oberfläche mit einem Finger oder Stift berührt wird. Die Eingabe wird anschließend vom Betriebssystem oder angeschlossenen Computer verarbeitet.
Das Display unterscheidet dabei je nach Gerät verschiedene Eingaben. Neben einfachem Tippen sind beispielsweise Schreiben, Zeichnen, Verschieben oder Zoomen möglich. Unterstützt das Gerät mehrere gleichzeitige Touchpunkte, können auch mehrere Nutzer parallel arbeiten.
Eine Whiteboard-Anwendung bildet die zweite wichtige Komponente. Sie stellt die digitale Zeichenfläche sowie Werkzeuge für Stifte, Farben, Formen und weitere Funktionen bereit.
Zusätzlich verfügen viele Geräte über ein eigenes Betriebssystem. Dadurch lassen sich grundlegende Funktionen ohne angeschlossenen Computer nutzen. Bei Android-basierten Boards können abhängig vom jeweiligen System weitere Anwendungen hinzukommen.
Was kann man mit einem digitalen Flipchart machen?
Der Funktionsumfang geht deutlich über das einfache Schreiben hinaus. Welche Möglichkeiten tatsächlich verfügbar sind, hängt allerdings vom jeweiligen Modell und dessen Software ab.
Schreiben und zeichnen
Die wichtigste Funktion bleibt das digitale Whiteboard. Nutzer können Ideen notieren, Diagramme skizzieren oder bestimmte Bereiche einer Präsentation hervorheben.
Gegenüber Papier besteht ein entscheidender Vorteil: Inhalte lassen sich nachträglich verschieben, löschen und verändern. Außerdem stehen verschiedene Farben und Zeichenwerkzeuge zur Verfügung.
Bei guten Lösungen soll dieser Vorgang möglichst wenig technische Vorbereitung erfordern. Gerade in Besprechungen ist es störend, wenn zunächst mehrere Anwendungen gestartet oder Eingabegeräte gekoppelt werden müssen.
Präsentationen anzeigen
Ein digitales Flipchart lässt sich gleichzeitig als großer Präsentationsmonitor verwenden. Notebooks können über entsprechende Schnittstellen verbunden werden.
Dadurch lassen sich PowerPoint-Präsentationen, Webseiten, Tabellen oder andere Anwendungen groß darstellen. Je nach System kann der Touchscreen teilweise auch zur Bedienung eines verbundenen Rechners verwendet werden.
Ergebnisse speichern
Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zum klassischen Flipchart. Nach einem Brainstorming müssen die beschriebenen Papierseiten nicht fotografiert werden.
Digitale Whiteboard-Inhalte können abhängig von der eingesetzten Software gespeichert und anschließend weiterverwendet werden. Welche Dateiformate und Exportmöglichkeiten unterstützt werden, sollte vor dem Kauf geprüft werden.
Inhalte drahtlos übertragen
Moderne Interactive Displays unterstützen häufig eine Form der drahtlosen Bildschirmübertragung. Dadurch muss nicht jeder Teilnehmer ein HDMI-Kabel an seinen Rechner anschließen.
Samsung unterstützt beim Flip Pro beispielsweise verschiedene Möglichkeiten zur Bildschirmfreigabe. Bei Android-Smartboards hängt die genaue Lösung vom Hersteller und der installierten Software ab.
Gerade in Räumen mit häufig wechselnden Präsentierenden ist diese Funktion wertvoll. Die Kompatibilität mit den im Unternehmen verwendeten Geräten sollte trotzdem vorher geklärt werden.
Videokonferenzen durchführen
Einige Smartboards besitzen eine Kamera, Mikrofone und Lautsprecher. Sie können dadurch zum zentralen Gerät für hybride Besprechungen werden.
Das ist jedoch nicht automatisch bei jedem digitalen Flipchart der Fall. Beim Samsung Flip Pro WM55B steht beispielsweise die interaktive Display- und Whiteboard-Funktion stärker im Mittelpunkt, während andere hier vorgestellte Modelle bereits mit Kameratechnik angeboten werden.
Digitales Flipchart oder klassisches Flipchart?
Ein digitales Flipchart ist technisch deutlich leistungsfähiger. Daraus folgt aber nicht, dass Papier in jeder Situation die schlechtere Lösung wäre.
Ein klassisches Flipchart ist extrem unkompliziert. Es benötigt weder Strom noch Netzwerkzugang oder Softwareupdates. Ein Stift genügt, und die Arbeit kann beginnen.
Das digitale Modell lohnt sich besonders dann, wenn die zusätzlichen Funktionen regelmäßig genutzt werden. Wer mehrmals pro Woche präsentiert, Ergebnisse digital weitergibt oder gemeinsam an Inhalten arbeitet, profitiert wesentlich stärker von der Investition.
| Eigenschaft | Klassisches Flipchart | Digitales Flipchart |
|---|---|---|
| Anschaffung | günstig | deutlich teurer |
| Stromversorgung | nicht erforderlich | erforderlich |
| Schreiben | auf Papier | auf Touchdisplay |
| Präsentationen | nicht möglich | möglich |
| Speichern | nur indirekt | digital möglich |
| Bearbeitung | eingeschränkt | flexibel |
| Bildschirmübertragung | nein | modellabhängig |
| Videokonferenzen | nein | modellabhängig |
| Wartung | minimal | Software und Technik |
| Verbrauchsmaterial | Papier und Stifte | normalerweise kein Papier |
Wer nur gelegentlich Stichpunkte notiert, fährt mit einem klassischen Flipchart möglicherweise weiterhin besser. Ein Unternehmen sollte deshalb nicht allein wegen des moderneren Erscheinungsbildes auf ein digitales System wechseln.
55, 65, 75 oder 86 Zoll: Welche Größe ist sinnvoll?
Die Bildschirmdiagonale beeinflusst den praktischen Nutzen erheblich. Ein digitales Flipchart wird nicht wie ein Computermonitor aus wenigen Zentimetern Entfernung betrachtet. Auch Teilnehmer am anderen Ende des Raums müssen Inhalte erkennen können.
55 Zoll für kleine und mittlere Besprechungsräume
55 Zoll entsprechen einer Bildschirmdiagonale von rund 140 Zentimetern. Das ist bereits deutlich größer als die meisten Arbeitsplatzmonitore, bleibt für ein interaktives Display aber vergleichsweise kompakt.
Diese Größe eignet sich vor allem für kleinere Besprechungsräume und Arbeitsgruppen. Personen können relativ nah am Display sitzen, ohne dass der Bildschirm den Raum dominiert.
Ein weiterer Vorteil liegt beim Platzbedarf. 55-Zoll-Modelle lassen sich leichter an geeigneten Wänden unterbringen und sind normalerweise einfacher auf einem mobilen Standfuß zu bewegen.
65 Zoll für mehr Abstand
65 Zoll entsprechen rund 165 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Der Unterschied zu 55 Zoll wirkt auf dem Papier überschaubar, die tatsächlich verfügbare Bildschirmfläche nimmt aber spürbar zu.
Für mittelgroße Konferenzräume und Schulungsräume ist das interessant. Teilnehmer können weiter entfernt sitzen, während Tabellen, Präsentationen und Whiteboard-Inhalte besser sichtbar bleiben.
Auch das gemeinsame Arbeiten profitiert von der größeren Fläche. Zwei Personen stehen sich beim Schreiben weniger schnell gegenseitig im Weg.
75 und 86 Zoll für große Räume
Noch größere Displays richten sich primär an große Besprechungsräume, Klassenzimmer und Schulungszentren. Dort müssen Inhalte aus mehreren Metern Entfernung lesbar bleiben.
Mit der Größe steigen allerdings Gewicht, Platzbedarf und Anforderungen an die Montage. Auch ein mobiler Standfuß muss für das hohe Gewicht ausgelegt sein.
Für einen kleinen Besprechungsraum kann ein 86-Zoll-Display deshalb sogar unpraktischer sein als ein kleineres Modell.
4K ist bei großen interaktiven Displays sinnvoll
Alle fünf hier betrachteten Geräte arbeiten mit 4K UHD. Die Auflösung beträgt 3.840 × 2.160 Pixel.
Bei einem normalen Fernseher hängt der sichtbare Vorteil stark vom Betrachtungsabstand ab. Bei einem digitalen Flipchart kommt jedoch eine Besonderheit hinzu: Nutzer stehen beim Schreiben direkt vor dem Bildschirm.
Texte, Linien und Bedienelemente profitieren deshalb von einer hohen Pixeldichte. Gleichzeitig sollen Teilnehmer weiter hinten im Raum Präsentationen erkennen können.
Gerade bei Tabellen, technischen Zeichnungen und Webseiten sind feine Details relevant. Für eine Neuanschaffung mit 55 oder 65 Zoll ist 4K daher eine sinnvolle Grundlage.
Fünf digitale Flipcharts im Vergleich
Die folgenden Modelle verfolgen teilweise unterschiedliche Konzepte. Deshalb ordnen wir sie nicht künstlich von Platz eins bis fünf. Interessanter ist, welches System zu welchem Einsatz passt.
Samsung Flip Pro WM55B: professionelles 55-Zoll-Flipchart
Der Samsung Flip Pro WM55B gehört zu den bekannteren professionellen Interactive Displays. Das Gerät besitzt ein 55 Zoll großes LCD-Panel mit 4K-UHD-Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln.
Samsung setzt beim Touchsystem auf Infrarottechnik. Das Display unterstützt bis zu 20 gleichzeitige Touchpunkte. Laut Samsung können bis zu vier Personen gleichzeitig schreiben. Zwei passive Stifte gehören zum Lieferumfang.
Die angegebene Touch-Latenz liegt bei 26 Millisekunden. Eine möglichst geringe Verzögerung ist bei digitalen Flipcharts wichtig, weil ein deutlich hinterherlaufender Strich das Schreibgefühl beeinträchtigt.
Als Betriebssystem verwendet Samsung Tizen 6.5. Dazu kommen 32 GB interner Speicher. Der Flip Pro ist damit nicht lediglich ein Touchmonitor für einen externen Computer, sondern verfügt über eine eigene Benutzeroberfläche für Whiteboard- und Präsentationsaufgaben.
Bildschirmübertragung beim Samsung Flip Pro
Eine Stärke liegt bei den Möglichkeiten zur Einbindung anderer Geräte. Samsung nennt unter anderem SmartView+, Miracast und Apple AirPlay.
Dadurch lassen sich unterschiedliche Endgeräte in den Präsentationsworkflow integrieren. WLAN und Bluetooth sind ebenfalls vorhanden.
Für Unternehmen mit gemischter Geräteumgebung kann das relevant sein. Vor dem Einsatz sollte trotzdem geprüft werden, welche Übertragungsmethode mit den konkret verwendeten Notebooks, Tablets und Smartphones am zuverlässigsten funktioniert.
Anschlüsse des WM55B
Zur Ausstattung gehören unter anderem HDMI, DisplayPort, USB und Netzwerk. Ein Touch-Out-Anschluss ermöglicht die entsprechende Verbindung zu einem externen Rechner.
Eine Besonderheit betrifft USB-C. Zusätzliche Frontanschlüsse inklusive USB-C werden beim WM55B über das separat erhältliche Flip Pro Tray realisiert. Wer USB-C fest in seinen Arbeitsablauf einplant, sollte das bei der Kalkulation berücksichtigen.
Für wen eignet sich der Samsung Flip Pro?
Der WM55B ist vor allem für Unternehmen interessant, die ein professionelles Whiteboard und Präsentationsdisplay suchen. Mit 55 Zoll passt er gut in kleinere und mittelgroße Besprechungsräume.
Die eigene Samsung-Oberfläche kann ein Vorteil sein, wenn das Gerät möglichst klar auf Meetings und Zusammenarbeit ausgerichtet sein soll. Wer dagegen möglichst viele Android-Anwendungen direkt auf dem Display installieren möchte, verfolgt mit einem Android-basierten Smartboard einen anderen Ansatz.
Stärken:
- 55 Zoll mit 4K UHD
- bis zu 20 Touchpunkte
- mehrere Personen können gleichzeitig schreiben
- Tizen-basierte Flip-Oberfläche
- umfangreiche Möglichkeiten zur Bildschirmübertragung
- etablierter Hersteller mit Business-Display-Portfolio
Zu beachten:
- kein klassisches offenes Android-Smartboard
- USB-C am WM55B über optionales Tray
- keine integrierte Komplettlösung aus Kamera und Mikrofonarray wie bei manchen Konferenzboards
JAV Interaktives Smart Board mit 55 Zoll
Das JAV verfolgt stärker den Ansatz eines eigenständigen Android-Smartboards. Die angebotene 55-Zoll-Ausführung verbindet ein 4K-Touchdisplay mit Android 14, 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher.
Damit steht wesentlich mehr lokaler Speicher zur Verfügung als bei vielen einfachen Whiteboard-Lösungen. Interessant ist außerdem die Google-EDLA-Zertifizierung der entsprechenden Ausführung.
EDLA steht für Enterprise Devices Licensing Agreement. Für den praktischen Einsatz ist das insbesondere relevant, wenn Google-Dienste und eine stärker an regulären Android-Geräten orientierte App-Umgebung benötigt werden.
Integrierte Kamera für Videokonferenzen
Das JAV wird mit einer integrierten 48-Megapixel-Kamera angeboten. Dazu kommen Lautsprecher und Mikrofone.
Dadurch unterscheidet es sich konzeptionell vom Samsung Flip. Das Board soll nicht nur als digitale Schreibfläche dienen, sondern kann stärker als zentrale Kommunikationslösung für hybride Besprechungen eingesetzt werden.
Eine hohe Megapixelzahl allein entscheidet allerdings nicht über die Qualität einer Videokonferenz. Bildverarbeitung, Objektiv, Raumbeleuchtung, Mikrofonqualität und verwendete Software beeinflussen das Ergebnis ebenfalls.
Android als Grundlage
Android bietet Vorteile, wenn Funktionen direkt auf dem Board ausgeführt werden sollen. Nutzer müssen dann nicht für jede Aufgabe einen externen Rechner anschließen.
Gleichzeitig steigt damit die Bedeutung von Updates und Softwarepflege. Besonders im geschäftlichen Umfeld sollte geprüft werden, wie lange der Hersteller Aktualisierungen bereitstellt und welche Sicherheitsrichtlinien für das Gerät gelten.
Für wen eignet sich das JAV Smart Board?
Das JAV ist vor allem interessant, wenn ein digitales Flipchart gleichzeitig als eigenständiges Android-Gerät und Konferenzdisplay dienen soll. Die Kombination aus 55 Zoll, 4K, Kamera und großem Speicher passt zu kleineren und mittelgroßen Meetingräumen.
Stärken:
- 55-Zoll-4K-Display
- Android 14
- Google EDLA
- 8 GB RAM und 128 GB Speicher bei der betrachteten Variante
- integrierte Kamera
- für hybride Meetings interessant
Zu beachten:
- Updateversorgung und langfristigen Herstellersupport vor dem Kauf prüfen
- benötigte Konferenzsoftware auf Kompatibilität prüfen
- Android-Funktionsumfang nur dann relevant, wenn das System auch eigenständig genutzt wird
polyboard Interaktives Whiteboard mit 65 Zoll
Das polyboard setzt mit 65 Zoll auf eine größere Arbeitsfläche. Die Pioneer-Ausführung bietet ebenfalls 4K UHD mit 3.840 × 2.160 Pixeln.
Das Touchsystem arbeitet mit Infrarottechnik und unterstützt bis zu 20 unabhängige Berührungspunkte. Gerade bei Gruppenarbeit ist das relevant, weil mehrere Eingaben parallel verarbeitet werden können.
Als Betriebssystem kommt bei der betrachteten Pioneer-Variante Android 11 zum Einsatz. Dazu nennt der Hersteller 5 GB DDR4-Arbeitsspeicher und 32 GB internen Speicher.
Viele Anschlüsse direkt erreichbar
Interessant sind die Anschlüsse an der Vorderseite. Dort stehen unter anderem USB-C, USB und HDMI zur Verfügung.
Das ist im Alltag wichtiger, als es zunächst klingt. Bei einem fest an der Wand montierten 65-Zoll-Display sind ausschließlich rückseitige Anschlüsse unangenehm erreichbar.
Wenn regelmäßig verschiedene Mitarbeiter oder externe Präsentierende ihre Geräte verbinden, erleichtern Frontanschlüsse den Wechsel erheblich.
Zusätzliche Schnittstellen befinden sich auf der Rückseite. WLAN mit 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth sind ebenfalls vorgesehen.
65 Zoll für größere Räume
Der entscheidende Unterschied zu den 55-Zoll-Modellen liegt in der Bildschirmfläche. Das polyboard eignet sich dadurch eher für Räume, in denen Teilnehmer etwas weiter vom Display entfernt sitzen.
Zwei integrierte 16-Watt-Lautsprecher übernehmen die Audioausgabe. Eine VESA-Wandhalterung gehört bei der entsprechenden Ausführung ebenfalls zum Lieferumfang.
Für wen eignet sich das polyboard?
Das polyboard ist interessant für Unternehmen, Schulungsräume und Bildungseinrichtungen, die mehr Arbeitsfläche benötigen. Die Kombination aus 65 Zoll, 20 Touchpunkten und Android deckt typische Interactive-Display-Anwendungen ab.
Android 11 ist allerdings nicht mehr die jüngste Android-Generation. Bei einer längerfristigen Investition sollte deshalb die Updatepolitik des Herstellers berücksichtigt werden.
Stärken:
- große 65-Zoll-Arbeitsfläche
- 4K UHD
- bis zu 20 Touchpunkte
- USB-C und weitere Frontanschlüsse
- WLAN und Bluetooth
- integrierte Lautsprecher
Zu beachten:
- Android 11 bei der betrachteten Pioneer-Ausführung
- benötigt mehr Platz als ein 55-Zoll-Modell
- langfristige Softwareversorgung prüfen
MWE Interaktives Whiteboard mit 65 Zoll
Das MWE gehört ebenfalls zur 65-Zoll-Klasse. Damit richtet sich das Gerät an Räume, in denen eine größere Darstellung wichtiger ist als maximale Kompaktheit.
Die Auflösung liegt bei 4K UHD. Eine solche Auflösung ist bei einem interaktiven Display dieser Größe besonders sinnvoll, weil sowohl aus kurzer Entfernung geschrieben als auch aus größerer Entfernung präsentiert wird.
Das Board bietet eine Touchoberfläche mit Unterstützung für mehrere gleichzeitige Berührungen. Für die angebotene Variante werden bis zu 20 Touchpunkte genannt.
Fokus auf Videokonferenzen
Eine integrierte Kamera und Mikrofontechnik erweitern das Einsatzgebiet. Dadurch kann das MWE neben Whiteboard- und Präsentationsaufgaben auch für hybride Meetings interessant sein.
Gerade bei dauerhaft eingerichteten Besprechungsräumen ist das praktisch. Eine separate Webcam muss nicht jedes Mal aufgebaut und mit einem Notebook verbunden werden.
Wie gut eine solche All-in-One-Lösung im konkreten Raum funktioniert, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Raumgröße, Sitzabstand, Akustik und verwendete Konferenzsoftware spielen eine wichtige Rolle.
Für wen eignet sich das MWE?
Das MWE bietet sich aufgrund seiner Größe vor allem für mittelgroße Meeting-, Unterrichts- und Schulungsräume an. Kamera und Mikrofontechnik machen es besonders interessant, wenn regelmäßig externe Teilnehmer zugeschaltet werden.
Bei einem weniger etablierten Anbieter sollte der Blick jedoch nicht ausschließlich auf die Hardware fallen. Garantie, Ersatzteilversorgung, Softwareupdates und erreichbarer Support können bei einem geschäftlich genutzten Display über mehrere Jahre ebenso wichtig werden.
Stärken:
- 65 Zoll
- 4K UHD
- Multi-Touch
- Kamera integriert
- Mikrofontechnik für hybride Meetings
- große Arbeitsfläche
Zu beachten:
- benötigt ausreichend Platz
- Support- und Updatebedingungen vor dem Kauf prüfen
- Kameraangaben allein erlauben keine Aussage über die tatsächliche Konferenzqualität
JASZDOT Interaktives Touchscreen-Whiteboard mit 55 Zoll
Das JASZDOT kehrt zum kompakteren 55-Zoll-Format zurück. Auch hier kommt ein 4K-UHD-Touchdisplay zum Einsatz.
Die angebotene Ausführung arbeitet mit Android und wird mit 8 GB Arbeitsspeicher sowie 128 GB internem Speicher angeboten. Das schafft ausreichend Reserven für die grundlegende Nutzung des integrierten Systems und lokale Dateien.
Bis zu 20 Touchpunkte ermöglichen die gleichzeitige Interaktion mehrerer Nutzer. Damit eignet sich das Display nicht nur für Präsentationen, sondern auch für gemeinsames Arbeiten.
Umfangreiche Schnittstellen
Ein Schwerpunkt liegt bei den Verbindungsmöglichkeiten. Je nach Position stehen unter anderem HDMI, USB, LAN und DisplayPort zur Verfügung.
Das ist interessant, wenn das Display in eine bereits vorhandene AV-Infrastruktur eingebunden werden soll. Gerade im professionellen Umfeld werden Geräte häufig nicht ausschließlich drahtlos betrieben.
Müssen größere Entfernungen zwischen Rechner und Display überbrückt werden, stößt ein gewöhnliches HDMI-Kabel irgendwann an praktische Grenzen. Welche Lösungen sich dafür eignen, erklären wir in unserem Artikel über HDMI-Extender.
Für wen eignet sich das JASZDOT?
Das JASZDOT eignet sich aufgrund der Kombination aus 55 Zoll, Android und zahlreichen Schnittstellen für kleinere Meeting- und Schulungsräume. Es kann sowohl eigenständig als auch zusammen mit externen Geräten eingesetzt werden.
Wie beim MWE sollte die langfristige Software- und Supportperspektive in die Kaufentscheidung einfließen.
Stärken:
- 55 Zoll mit 4K UHD
- Android
- 8 GB RAM und 128 GB Speicher bei der angebotenen Variante
- bis zu 20 Touchpunkte
- zahlreiche kabelgebundene Schnittstellen
Zu beachten:
- langfristige Updateversorgung prüfen
- Supportstruktur vor professionellem Dauereinsatz berücksichtigen
- benötigte Softwarekompatibilität vorab klären
Welches digitale Flipchart eignet sich für welchen Nutzer?
Die technischen Daten allein beantworten noch nicht, welches Gerät sinnvoll ist. Entscheidend ist das Nutzungsszenario.
Für Unternehmen und klassische Besprechungsräume
In einem klassischen Meetingraum stehen meist Präsentationen, Brainstorming und Bildschirmübertragung im Mittelpunkt. Dafür muss das Gerät nicht zwingend eine umfangreiche App-Plattform besitzen.

Der Samsung Flip Pro WM55B ist konzeptionell stark auf diesen Bereich ausgerichtet. Seine Flip-Oberfläche, Multi-Touch-Funktion und verschiedenen Möglichkeiten zur Bildschirmübertragung passen gut zu einem festen Besprechungsraum.
Für hybride Meetings
Wer regelmäßig Teilnehmer per Videokonferenz zuschaltet, sollte Kamera und Mikrofontechnik von Beginn an berücksichtigen.
JAV und MWE bringen entsprechende Hardware bereits mit. Das kann die Einrichtung vereinfachen und verhindert, dass für jede Besprechung zusätzliche Geräte aufgebaut werden müssen.
Trotzdem sollte die verwendete Software vor dem Kauf feststehen. Ein Unternehmen, das vollständig mit Microsoft Teams arbeitet, hat andere Anforderungen als eine Organisation mit Google Meet oder einer anderen Plattform.
Für Schulen und Schulungsräume
Hier wird die Bildschirmgröße besonders wichtig. Ein 55-Zoll-Display kann für eine kleine Lerngruppe ausreichen, während Teilnehmer in der letzten Reihe eines größeren Raums Schwierigkeiten mit kleinen Inhalten haben können.
65 Zoll bieten dafür mehr Reserven. polyboard und MWE sind deshalb für größere Schulungsräume interessanter.
Auch Multi-Touch spielt eine größere Rolle, wenn mehrere Personen gemeinsam Aufgaben bearbeiten.
Für Agenturen und kreative Workshops
Bei Workshops steht weniger die reine Präsentation als das gemeinsame Entwickeln von Ideen im Vordergrund. Hier zählen eine gute Whiteboard-Oberfläche, schnelle Touchreaktion und unkompliziertes Speichern.
Ein digitales Flipchart kann beispielsweise für Wireframes, Mindmaps, Prozessdarstellungen und Brainstormings genutzt werden. Die Möglichkeit, Elemente nachträglich zu verschieben und zu verändern, ist gegenüber Papier besonders praktisch.
Touch-Latenz und Schreibgefühl nicht unterschätzen
Ein Punkt wird beim Vergleich interaktiver Displays häufig von auffälligeren technischen Daten verdrängt: die Verzögerung zwischen Stiftbewegung und sichtbarer Linie.
Beim Schreiben auf Papier entsteht praktisch keine wahrnehmbare Verzögerung. Ein digitales System muss diese unmittelbare Reaktion möglichst gut nachbilden.
Ist die Latenz zu hoch, läuft die Linie sichtbar hinter dem Stift her. Das fühlt sich insbesondere beim schnellen Schreiben unnatürlich an.
Samsung nennt beim WM55B beispielsweise eine Touch-Latenz von 26 Millisekunden. Bei Produkten ohne klar dokumentierte Werte sollte nicht automatisch angenommen werden, dass sie identisch reagieren.
Wer täglich längere Zeit auf dem Display schreiben möchte, sollte dem Schreibgefühl deshalb mehr Gewicht geben als beispielsweise einigen zusätzlichen Gigabyte internem Speicher.
Warum Multi-Touch wichtig sein kann
20 Touchpunkte klingen zunächst nach einer Zahl, die vor allem auf dem Datenblatt gut aussieht. Schließlich schreibt kaum jemand gleichzeitig mit 20 Fingern auf einem Display.
Der eigentliche Nutzen liegt in der Zusammenarbeit mehrerer Personen. Zwei oder mehr Nutzer können gleichzeitig Eingaben vornehmen, sofern Software und Gerät dies entsprechend unterstützen.
Für eine reine Präsentation ist das weitgehend irrelevant. Bei Workshops, Unterricht und Gruppenarbeit kann Multi-Touch dagegen erheblichen Mehrwert bieten.
Dabei sollte zwischen technisch erkannten Touchpunkten und tatsächlich gleichzeitig schreibenden Personen unterschieden werden. Beides ist nicht zwangsläufig dasselbe.
Android oder herstellereigenes Betriebssystem?
Bei den vorgestellten Geräten treffen zwei unterschiedliche Konzepte aufeinander.
Android-Smartboards ähneln funktional einem sehr großen Tablet. Anwendungen können direkt auf dem Gerät laufen, Dateien lassen sich lokal verwalten und Netzwerkdienste können integriert werden.
Das erhöht die Flexibilität. Gleichzeitig wird das Betriebssystem selbst zu einem relevanten Teil der Investition. Sicherheitsupdates und langfristige Unterstützung gewinnen an Bedeutung.
Samsung verfolgt mit Tizen und seiner Flip-Oberfläche einen stärker kontrollierten Ansatz. Das System konzentriert sich auf die vorgesehenen Präsentations- und Whiteboard-Funktionen.
Welche Lösung besser passt, hängt vom Unternehmen ab. Wer ohnehin immer ein Notebook anschließt, benötigt möglicherweise gar kein umfangreiches App-System auf dem Display.
Was ist ein OPS-PC?
Bei professionellen interaktiven Displays taucht häufig der Begriff OPS auf. Die Abkürzung steht für Open Pluggable Specification.
Dabei handelt es sich vereinfacht um ein standardisiertes Steckmodul, mit dem sich ein kompatibles Display um einen vollwertigen Computer erweitern lässt. Statt eines separaten Desktop-PCs wird der Rechner direkt in das Display beziehungsweise dessen vorgesehenen Steckplatz integriert.
Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Windows direkt auf dem Board laufen soll. Unternehmen können dadurch Anwendungen verwenden, die nicht für Android oder das integrierte Betriebssystem verfügbar sind.
Ein OPS-Modul verursacht allerdings zusätzliche Kosten. Außerdem sollte geprüft werden, ob das jeweilige Display tatsächlich einen kompatiblen Steckplatz besitzt und welche Module der Hersteller freigibt.
Welche Anschlüsse braucht ein digitales Flipchart?
Mehr Schnittstellen sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, welche Geräte tatsächlich verbunden werden sollen.
HDMI
HDMI bleibt die universelle Lösung für Notebooks und andere Bildquellen. Fast jedes professionelle Display bietet mindestens einen entsprechenden Eingang.
Wer mehrere feste HDMI-Quellen betreibt, kann die Anzahl der verfügbaren Eingänge schnell ausschöpfen. In unserem Artikel zum HDMI-Switch erklären wir, wie mehrere Quellen an einem Eingang betrieben werden können.
USB-C
USB-C ist für moderne Notebooks besonders interessant. Ein einziges Kabel kann abhängig von der konkreten Implementierung Bild, Daten und teilweise Strom übertragen.
Allerdings unterstützt nicht jeder USB-C-Port sämtliche Funktionen. Ein vorhandener Anschluss bedeutet deshalb nicht automatisch, dass darüber ein Notebook geladen und gleichzeitig dessen Bild übertragen werden kann.
Die konkreten Spezifikationen sollten vor dem Kauf geprüft werden.
USB-A
USB-A wird unter anderem für Speichermedien und Zubehör verwendet. Frontseitige Ports sind besonders praktisch, wenn verschiedene Personen das Display nutzen.
LAN
Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung ist in fest installierten Konferenzräumen oft sinnvoll. Sie reduziert die Abhängigkeit von der WLAN-Abdeckung.
Besonders bei regelmäßiger Bildschirmübertragung, Cloud-Anwendungen und Videokonferenzen kann eine stabile Netzwerkanbindung Vorteile bieten.
WLAN bei einem digitalen Flipchart
Drahtlose Konnektivität gehört bei modernen Smartboards zur Grundausstattung. Trotzdem sollte die Netzwerkinfrastruktur des Raums nicht ignoriert werden.
Ein 4K-Display erzeugt nicht automatisch einen hohen Netzwerkverkehr. Streaming, Videokonferenzen und drahtlose Präsentationen können die Verbindung jedoch stärker beanspruchen.
In größeren Unternehmensnetzwerken kommen außerdem Sicherheitsanforderungen hinzu. Nicht jedes Gerät darf ohne Weiteres auf interne Netzwerke zugreifen.
Je nach Infrastruktur kann deshalb eine kabelgebundene LAN-Verbindung sinnvoller sein. Wenn ein Raum schlecht per WLAN erreichbar ist, können Netzwerkbrücken eine Alternative darstellen. Die technischen Grundlagen dazu erklären wir in unserem Beitrag zur WLAN-Bridge.
Datenschutz und IT-Sicherheit im Unternehmen
Ein digitales Flipchart ist im professionellen Umfeld nicht einfach nur ein Bildschirm. Sobald es mit dem Netzwerk verbunden ist, Apps ausführt oder Cloud-Dienste nutzt, wird es zu einem weiteren IT-Endgerät.
Unternehmen sollten deshalb klären, welche Daten auf dem Gerät gespeichert werden. Das ist besonders relevant, wenn vertrauliche Besprechungsnotizen oder Kundendaten auf Whiteboards landen.
Auch Benutzerkonten verdienen Aufmerksamkeit. Bleibt ein gemeinsames Konto dauerhaft angemeldet, könnten nachfolgende Nutzer auf Inhalte vorheriger Meetings zugreifen.
Bei Android-Systemen spielen außerdem Betriebssystem- und Sicherheitsupdates eine Rolle. Ein Smartboard wird häufig wesentlich länger eingesetzt als ein Smartphone. Eine über Jahre verfügbare Softwareunterstützung ist deshalb im geschäftlichen Umfeld ein wichtiger Faktor.
Bei Cloud-Funktionen sollte zusätzlich geprüft werden, wohin Daten übertragen werden und welche Dienste im Unternehmen freigegeben sind.
Digitales Flipchart an der Wand montieren
Eine Wandmontage ist die sauberste Lösung für einen dauerhaft eingerichteten Besprechungsraum. Das Display nimmt keine zusätzliche Stellfläche ein und kann exakt auf die gewünschte Höhe gebracht werden.
Dabei muss die Tragfähigkeit der Wand berücksichtigt werden. Interaktive 55- und insbesondere 65-Zoll-Displays sind schwerer als viele gewöhnliche Fernseher derselben Größe.
Die verwendete Halterung muss für Gewicht und VESA-Aufnahme des Geräts freigegeben sein. Bei Trockenbauwänden ist gegebenenfalls eine zusätzliche Verstärkung notwendig. Auch die Kabelplanung sollte vor der Montage erfolgen. Strom, Netzwerk und Signalkabel nachträglich sichtbar über die Wand zu führen, schmälert den Vorteil einer festen Installation.
Bei einer festen Installation lohnt sich außerdem ein Blick auf die vorhandene Netzwerkverkabelung. Gerade wenn das Display per LAN eingebunden wird, sollte die Verkabelung zum restlichen Netzwerk passen. Welche Unterschiede moderne Netzwerkkabel aufweisen, erklären wir in unserem Vergleich Cat 7 oder Cat 8.
Mobiler Standfuß als Alternative
Ein Rollständer macht das digitale Flipchart flexibler. Ein Unternehmen kann ein Gerät dadurch in mehreren Besprechungsräumen verwenden.
Das ist besonders interessant, wenn das Display nicht täglich benötigt wird. Statt mehrere Smartboards anzuschaffen, kann ein Gerät zwischen verschiedenen Räumen bewegt werden.
Der Standfuß sollte ausdrücklich für die Displaygröße und das Gewicht ausgelegt sein. Große interaktive Displays haben einen hohen Schwerpunkt. Stabilität ist deshalb wichtiger als bei einem kleinen Monitorständer.
Breite Rollen und Feststellbremsen erleichtern den sicheren Einsatz. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob Türen und Wege breit genug sind, um ein 65-Zoll-Display zwischen Räumen zu bewegen.
Digitales Flipchart mit oder ohne Kamera kaufen?
Eine Kamera gehört nicht zwingend zur Grundausstattung eines guten digitalen Flipcharts.
Wenn alle Teilnehmer im selben Raum sitzen, wird sie kaum benötigt. Unternehmen bezahlen dann möglicherweise für Hardware, die praktisch nie genutzt wird.
Bei hybriden Meetings sieht die Situation anders aus. Eine integrierte Kamera spart Aufbauzeit und sorgt dafür, dass die Konferenztechnik jederzeit verfügbar ist.
Trotzdem sollte nicht allein nach der beworbenen Megapixelzahl entschieden werden. Für Videokonferenzen sind Blickwinkel, Bildverarbeitung und Position der Kamera wichtig.
Auch der Ton ist entscheidend. In einem großen Raum kann ein integriertes Mikrofon an seine Grenzen kommen, obwohl die Kamera ein hochauflösendes Bild liefert.
Lautsprecher und Mikrofone
Integrierte Lautsprecher reichen für Sprache in vielen kleineren Besprechungsräumen aus. Für größere Räume oder hochwertige Medienwiedergabe kann zusätzliche Audiotechnik sinnvoll werden.
Bei Mikrofonen ist der Sitzabstand besonders relevant. Teilnehmer direkt vor dem Display lassen sich leichter erfassen als Personen am Ende eines langen Konferenztisches.
Ein Mikrofonarray versucht, Sprache aus verschiedenen Richtungen aufzunehmen. Wie gut das funktioniert, hängt stark von Raumakustik und konkreter Hardware ab.
Wer ein digitales Flipchart hauptsächlich wegen der Videokonferenzfunktion kauft, sollte Audio deshalb nicht als Nebensache betrachten.
Stromverbrauch und laufende Kosten
Ein klassisches Flipchart benötigt Papier und Stifte. Beim digitalen Modell fallen diese Verbrauchsmaterialien weitgehend weg, dafür benötigt es Strom. Der tatsächliche Energieverbrauch hängt von Displaygröße, Helligkeit, Panel und Nutzungsdauer ab. Ein 65-Zoll-Display benötigt typischerweise mehr Energie als ein kleineres Modell.In Unternehmen mit wenigen Geräten spielt der Unterschied möglicherweise nur eine geringe Rolle. Bei Schulen oder größeren Organisationen mit zahlreichen Displays kann sich der Energieverbrauch dagegen summieren.
Auch Standby-Verbrauch und automatische Abschaltfunktionen sind relevant. Geräte sollten nicht dauerhaft mit voller Helligkeit laufen, wenn der Raum ungenutzt ist. Zu den langfristigen Kosten gehören außerdem mögliche Standfüße, Halterungen, OPS-Computer, Kameras und weiteres Zubehör.
Werden neben dem digitalen Flipchart weitere Netzwerkgeräte wie Access Points, Kameras oder Konferenztechnik installiert, kann auch die zentrale Stromversorgung über das Netzwerk interessant werden. Mehr zu den technischen Möglichkeiten findest du in unserem Artikel über PoE-Switches
Wie lange hält ein digitales Flipchart?
Interaktive Displays sind grundsätzlich für eine längerfristige Nutzung ausgelegt. Eine pauschale Lebensdauer lässt sich trotzdem nicht seriös für jedes Gerät angeben.
Neben dem Panel spielen Touchtechnik, Elektronik und Softwareunterstützung eine Rolle. Hardware kann technisch noch funktionieren, während ein veraltetes Betriebssystem bereits zum Problem wird.
Genau deshalb sollte bei professioneller Nutzung nicht nur der Kaufpreis betrachtet werden. Ein günstiges Gerät ohne langfristige Updates kann früher ersetzt werden müssen als ein teureres System mit besserer Unterstützung.
Bei fest installierten Geräten sind Garantiebedingungen und Reparaturmöglichkeiten ebenfalls wichtig. Ein 65-Zoll-Smartboard lässt sich wesentlich aufwendiger austauschen als ein Notebook.
Typische Fehler beim Kauf eines digitalen Flipcharts
Nur auf die Displaygröße achten
Das größte Display ist nicht automatisch das beste. In kleinen Räumen kann ein überdimensionierter Bildschirm sogar unangenehm sein.
Die Größe sollte zum Betrachtungsabstand und zur Anzahl der Teilnehmer passen.
Betriebssystem ignorieren
Android-Versionen und herstellereigene Systeme unterscheiden sich erheblich. Wer bestimmte Apps benötigt, sollte deren Kompatibilität vor dem Kauf prüfen.
Kamera mit guter Videokonferenz gleichsetzen
Eine hohe Kameraauflösung garantiert keine gute Besprechungsqualität. Mikrofone, Lautsprecher, Software und Raumakustik sind mindestens genauso wichtig.
Anschlüsse nicht planen
Nach der Wandmontage festzustellen, dass der benötigte USB-C-Port fehlt oder schlecht erreichbar ist, ist ärgerlich. Die verwendeten Endgeräte sollten deshalb vor der Anschaffung erfasst werden.
Softwareupdates vergessen
Ein digitales Flipchart kann viele Jahre im Raum hängen. Bei Geräten mit eigenem Betriebssystem ist eine langfristige Updateversorgung deshalb wichtiger als bei einem gewöhnlichen Monitor.
Den Standfuß unterschätzen
Ein ungeeigneter TV-Ständer ist keine sinnvolle Sparmaßnahme für ein schweres interaktives Display. Traglast, VESA-Kompatibilität und Stabilität müssen zum Gerät passen.
Wann lohnt sich ein digitales Flipchart?
Die Investition lohnt sich besonders, wenn mehrere Funktionen regelmäßig zusammenkommen.
Ein Unternehmen, das täglich Besprechungen abhält, Präsentationen zeigt und gemeinsam Ideen entwickelt, kann ein Interactive Display intensiv nutzen. Die Ergebnisse stehen anschließend direkt digital zur Verfügung.
Auch Schulungsräume profitieren von der Kombination aus Präsentation und Interaktion. Inhalte müssen nicht zwischen Projektionsfläche und separatem Whiteboard aufgeteilt werden.
Bei nur wenigen Meetings im Monat sieht die Rechnung anders aus. Ein vorhandener Fernseher oder Monitor und ein klassisches Whiteboard können dann wirtschaftlicher sein.
Ein digitales Flipchart sollte deshalb ein konkretes Problem lösen und nicht lediglich angeschafft werden, weil es moderner wirkt.
Kann ein digitales Flipchart einen Beamer ersetzen?
In vielen Besprechungsräumen ist das möglich. Ein Display benötigt keine Projektionsfläche und liefert auch bei Umgebungslicht ein direkt erzeugtes Bild.
Hinzu kommt die Touchfunktion. Ein gewöhnlicher Beamer stellt Inhalte lediglich dar, während ein digitales Flipchart gleichzeitig zur Eingabe dient.
In sehr großen Räumen kann ein Projektor trotzdem Vorteile haben, weil sich wesentlich größere Bildflächen realisieren lassen. Ein 55-Zoll-Display ist für einen großen Vortragssaal beispielsweise zu klein.
Für typische Konferenz- und Schulungsräume sind 55 bis 75 Zoll große Interactive Displays dagegen eine interessante Alternative.
Kann ein digitales Flipchart einen Fernseher ersetzen?
Technisch kann ein Interactive Display viele Aufgaben eines Fernsehers übernehmen. Für reine Medienwiedergabe wäre es jedoch meist unnötig teuer.
Der Mehrpreis entsteht durch Touchtechnik, Betriebssystem, Whiteboard-Funktionen und professionelle Schnittstellen. Wer ausschließlich Präsentationen anzeigen möchte und niemals direkt auf dem Display arbeitet, benötigt diese Funktionen möglicherweise nicht.
Die Investition ergibt vor allem Sinn, wenn die Interaktivität tatsächlich genutzt wird.
FAQ zum digitalen Flipchart
Was ist ein digitales Flipchart?
Ein digitales Flipchart ist ein großer Touchscreen zum Schreiben, Zeichnen und Präsentieren. Inhalte können digital bearbeitet, gespeichert und je nach System mit anderen Geräten geteilt werden.
Wie viel kostet ein digitales Flipchart?
Die Preise unterscheiden sich je nach Größe, Hersteller und Ausstattung erheblich. Professionelle Interactive Displays sind deutlich teurer als gewöhnliche Fernseher, weil Touchtechnik, Whiteboard-Funktionen und teilweise Computer- sowie Konferenztechnik integriert sind.
Welche Größe sollte ein digitales Flipchart haben?
Für kleine bis mittelgroße Meetingräume sind 55 Zoll häufig ausreichend. 65 Zoll bieten mehr Fläche und eignen sich besser für größere Räume. 75 oder 86 Zoll kommen vor allem für große Schulungs- und Konferenzräume infrage.
Braucht ein digitales Flipchart einen PC?
Nicht zwingend. Viele Geräte besitzen ein eigenes Betriebssystem und können Whiteboard-Funktionen ohne externen Rechner ausführen. Für spezielle Anwendungen kann trotzdem ein angeschlossenes Notebook oder ein integrierter OPS-PC erforderlich sein.
Kann ich meinen Laptop anschließen?
Ja. HDMI gehört bei professionellen interaktiven Displays zu den üblichen Schnittstellen. Einige Modelle besitzen zusätzlich USB-C, DisplayPort oder drahtlose Übertragungsmöglichkeiten.
Kann man mit dem Finger auf einem digitalen Flipchart schreiben?
Ja. Interaktive Displays erkennen Berührungen mit dem Finger. Viele Geräte unterstützen zusätzlich passive oder aktive Stifte.
Was bedeuten 20 Touchpunkte?
Das Display kann bis zu 20 Berührungen gleichzeitig erkennen. Das ermöglicht Gesten und abhängig von Software und Gerät die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer.
Funktioniert ein digitales Flipchart mit Microsoft Teams?
Ein digitales Flipchart kann für Teams-Besprechungen eingesetzt werden. Ob Teams direkt auf dem Gerät läuft oder ein angeschlossener Computer benötigt wird, hängt vom Betriebssystem und der konkreten Softwareunterstützung ab.
Kann man ein digitales Flipchart mit einem MacBook verwenden?
Grundsätzlich ja, sofern eine kompatible kabelgebundene oder drahtlose Verbindung vorhanden ist. Für die drahtlose Übertragung ist insbesondere AirPlay interessant, sofern das jeweilige Display dies unterstützt.
Was ist besser: 55 oder 65 Zoll?
55 Zoll sind kompakter und für kleinere Räume gut geeignet. 65 Zoll bieten deutlich mehr sichtbare Fläche und sind bei größerem Betrachtungsabstand sowie gemeinsamer Arbeit angenehmer.
Was ist der Unterschied zwischen digitalem Flipchart und Smartboard?
Eine eindeutige technische Grenze gibt es nicht. Digitales Flipchart beschreibt häufig stärker die Whiteboard- und Präsentationsfunktion, während Smartboard als allgemeiner Begriff für interaktive Displays mit zusätzlichen Computerfunktionen verwendet wird.
Kann man ein digitales Flipchart an die Wand hängen?
Ja. Viele Geräte unterstützen eine VESA-Wandmontage. Halterung und Wand müssen allerdings für Größe und Gewicht des jeweiligen Displays ausgelegt sein.
Gibt es digitale Flipcharts auf Rollen?
Ein interaktives Display kann mit einem kompatiblen mobilen Standfuß verwendet werden. Dadurch lässt es sich zwischen verschiedenen Besprechungs- oder Schulungsräumen bewegen.
Ist Android bei einem digitalen Flipchart wichtig?
Das hängt von der Nutzung ab. Wer Apps direkt auf dem Display ausführen möchte, profitiert von einem integrierten Betriebssystem. Wird ohnehin immer ein Notebook angeschlossen, spielt die Android-Ausstattung eine geringere Rolle.
Benötigt ein digitales Flipchart Internet?
Für grundlegendes Schreiben und lokale Präsentationen normalerweise nicht. Cloud-Dienste, Online-Anwendungen, Updates, Videokonferenzen und bestimmte Casting-Funktionen benötigen dagegen eine Netzwerk- beziehungsweise Internetverbindung.
Ist ein digitales Flipchart für kleine Unternehmen sinnvoll?
Ja, wenn es regelmäßig für Meetings, Präsentationen oder Kundentermine genutzt wird. Für wenige Besprechungen im Monat kann ein normaler Bildschirm in Verbindung mit einem klassischen Whiteboard wirtschaftlicher sein.
Fazit: Das passende digitale Flipchart hängt vom Einsatz ab
Ein digitales Flipchart kann mehrere Geräte im Besprechungsraum zusammenführen. Präsentationsdisplay, Whiteboard und je nach Ausstattung sogar Teile der Videokonferenztechnik befinden sich auf einer gemeinsamen Arbeitsfläche. Der Nutzen entsteht allerdings erst, wenn diese Funktionen regelmäßig eingesetzt werden.
Der Samsung Flip Pro WM55B verfolgt einen klar auf professionelle Präsentationen und Whiteboard-Arbeit ausgerichteten Ansatz. Das JAV kombiniert sein 55-Zoll-Display stärker mit Android, Google-Diensten und integrierter Konferenztechnik. polyboard und MWE bieten mit 65 Zoll mehr Arbeitsfläche für größere Räume, während das JASZDOT ein kompakteres 55-Zoll-Konzept mit Android und zahlreichen Schnittstellen verfolgt.
Vor der Entscheidung sollten Unternehmen deshalb zuerst Raumgröße, Nutzerzahl und Arbeitsabläufe definieren. Danach folgen Fragen zu Betriebssystem, Touchtechnik, Bildschirmübertragung, Kamera, Anschlüssen und Montage. Gerade bei einem Gerät, das mehrere Jahre im Besprechungsraum eingesetzt werden soll, gehören auch Softwareupdates, Garantie und Support in die Bewertung.
Ein möglichst umfangreiches Datenblatt ist nicht automatisch die beste Wahl. Das sinnvollste digitale Flipchart ist das Modell, dessen Funktionen im Arbeitsalltag tatsächlich genutzt werden und das sich ohne unnötige Hürden in die vorhandene IT- und Meeting-Infrastruktur integrieren lässt.
